Was die Apple-Produkte bei Handys und Computern bewirkt haben, könnte bald auch im Spital geschehen: Design und Pflege-Alltag werden eng aufeinander abstimmt – mit massiven Folgen. Welchen? Das zeigt dieser Entwurf.

 

 

 

Wie sieht das Spital der Zukunft aus? Bei der Dauerfrage sind wir auf diverse Ideen gestossen, die schon in den wenigen Jahren ein- und durchgesetzt werden sollen: Es ist der «Patient Room 2020», entwickelt und entworfen vom Think Tank «Nxt Health».

Die New Yorker Organisation wurde dabei von rund zwanzig Spital-, Elektronik-, IT- oder Engineering-Firmen unterstützt, subventioniert wurde das Projekt vom amerikanischen Verteidigungsministerium. Inzwischen hat der «Patient Room 2020» auch schon diverse Design-Preise gewonnen.

Was also zeichnet das Spitalzimmer der Zukunft aus? Ziel des zehnköpfigen Designerteams in New York war es, einerseits das Erlebnis der Patienten zu verbessern, andererseits die Abläufe und beziehungsweise die Arbeit des medizinischen Personals so praktisch wie möglich zu gestalten.

 

  

Ein entscheidener Bestandteil der Idee war dabei, dass Architektur, Medizinaltechnik, Materialien, IT und Spital-Arbeitsabläufe eng aufeinander abgestimmt werden. Was sind die Folgen? 

Es ist ein ganzes, weiss gestaltetes Paket mit diversen Elementen: 

  • Vom Bett aus lassen sich Bilder an die gegenüberliegende Wand projizieren; so kann das Personal am Spitalbett seine Informationen erläutern und bebildern.
  • Daneben dient der dem Kopf gegenüberliegende Bildschirm nicht nur fürs TV-Programm, sondern zum Beispiel auch zu Tele-Konsultation (siehe dazu: «Wenn die Nachtwache 1000 Kilometer entfernt ist»).
  • Eine Art High-Tech-Baldachin über dem Bett trägt dazu bei, Geräusche zu dämpfen und die gesamte Lärmkulisse zu mindern.
  • Der dort angebrachte Screen kann auch zu lichttherapeutischen Zwecken eingesetzt werden – oder es können beruhigende Bilder gezeigt werden.
  • Im Kopfbereich des Bettes finden sich Geräte zur Messung beziehungsweise Registrierung von Vitaldaten.
  • Der Fussboden besteht aus Gummi mit geringer Porosität: Er bietet eine schlechte Grundlage für Bakterien und jegliche Verschmutzung, doch zugleich federt er Stürze ab.

 

 

  • Ein Lichtsignal erinnert die Eintretenden, sich die Hände zu desinfizieren. Beim Eingang findet sich auch eine Konsole, in welche Patientendaten eingegeben werden können.
  • Das WC und Badezimmer wird durch eine grosse Schiebetür erschlossen – damit der Raum immer dem Bedarf angepasst werden kann und sich sogar das ganze Bett hineinschieben lässt.

 

Quelle

http://www.medinside.ch/

04.11.2015 | 12494 Aufrufe

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