In Frankreich laufen bereits die ersten Test, jetzt macht auch Finnland mit: Zwischen Helsinki und kleinen Insel liefern jetzt Drohnen Pakete aus. Doch bis zur Marktreife wird es noch Jahre dauern.

Es ist die Zukunft der Logistikbranche: Drohnen, die künftig Pakete ausliefern. Bislang surren nur Testdrohnen durch die Lüfte, marktreif ist die Technologie nicht. Nachdem bereits DHL in Deutschland Drohnen zum Test hat abheben lassen und auch in Frankreich mit der neuen Zustellvariante experimentiert wurde, probiert nun auch der finnische Postdienstleister Posti Group die Lieferung aus der Luft aus. 

Seit Anfang September transportieren Drohnen Pakete zwischen Helsinki und der rund fünf Kilometer vom Festland entfernten Insel Suomenlinna. Die Paket können bis zu drei Kilogramm schwer sein. 

Drohnen auch in Frankreich und Deutschland im Test

Bereits im Herbst 2014 startete auch in Frankreich das Paketunternehmen Geopost erste Tests mit Drohnen. Die Päkchen durften bis zu vier Kilogramm schwer sein und wurden maximal 20 Kilometer weit transportiert. In Deutschland hat DHL die Nordseeinsel Juist als Testgebiet auserkoren. Dorthin liefert das Unternehmen seit 2014 mit einem Paketkoper Medikamente. Die Paketzusteller hoffen, dass Drohnen künftig nicht nur schneller, sondern auch günstiger liefern können.

Eine Google-Drohne bei einem Testflug in Queensland (Australien).

© Google/AFP

 

Google und Amazon experimentieren auch

Aber auch große Konzerne wie Google und Amazon tüfteln an Drohnenlieferungen. Jeff Bzos, Chef von Amazon, sagte in einem Interview des US-Fernsehsenders CBS: "Ich weiß, das sieht nach Science-Fiction aus", sagte er. "Das ist es aber nicht." Anfang des Jahres bekam Amazon die Erlaubnis, mit so genannten Octocoptern zu experimentieren. Allerdings nicht in einer Metropole, sondern nur über ländlichem Gebiet im Bundesstaat Washington.

Rechtliche Hürden bei Paketdrohnen

eben der Technologie, die noch mit einigen Schwachstellen zu kämpfen hat, gibt es auch rechtliche Hürden für die Paketdrohnen. Denn in den meisten Ländern dürfen die Fluggeräte nicht über dichtbesiedeltes Gebiet fliegen. Um dieses Problem zu umgehen, forderte ein Amazon-Manager im Sommer auf einer Konferenz einen eigenen Luftraum für Drohnen. Ähnlich einer Fahrspur könnten Drohnen in einer gewissen Höhe (200 bis 400 Fuß, umgerechnet 61 bis 122 Meter) fliegen. 

Bis Drohnen wirklich Pakete ausliefern wird es aber noch eine wenig dauern. Auch der finnische Paketdienstleister Posti Group erwartet, dass die Technologie noch gut drei Jahren benötigt, um als Lieferalternative eingesetzt zu werden.

kg

http://www.stern.de/wirtschaft/news/drohne--pakete-kommen-in-finnland-testweise-per-drohne-6461910.html

Drohne sollte Pornos und Drogen in US-Gefägnis schmuggeln

Drohne sollte Drogen und Pornos an US-Häftlinge liefern

Im US-Bundesstaat Maryland sind zwei Verdächtige in Gewahrsam genommen worden, die offenbar mit einer Drohne Drogen und Pornos in ein Gefängnis schmuggeln wollten.

Im US-Bundesstaat Maryland sind zwei Verdächtige in Gewahrsam genommen worden, die offenbar mit einer Drohne Drogen und Pornos in ein Gefängnis schmuggeln wollten. Die beiden Männer seien in einem Auto an einer Straße in der Nähe des Cumberland-Gefängnisses entdeckt worden, teilte die Strafvollzugsbehörde von Maryland am Montag mit. In dem Wagen fanden die Beamten eine Drohne mitsamt Fernbedienung. Zu den Dingen, die das unbemannte Flugobjekt transportieren sollte, gehörten den Angaben zufolge die synthetische Droge Spice und Porno-DVDs.

Die beiden Verdächtigen hatten den Behörden zufolge offenbar einen Komplizen im Gefängnis. In seiner Zelle sei Schmuggelgut gefunden worden.

Es war nicht das erste Mal, dass in den USA eine Drohne für den Schmuggel verbotener Waren in Gefängnisse ausprobiert wurde. In einer Strafanstalt im Bundesstaat Ohio hatte die Ankündigung, mit einer Droge Tabak, Marihuana und Heroin einzuschmuggeln, ein Handgemenge zwischen etwa 75 Häftlingen ausgelöst. Im Juli 2014 hatte eine Drohne mit Marihuana, Tabak und Mobiltelefonen vor dem Sperrzaun eines Hochsicherheitsgefängnisses in South Carolina eine Bruchlandung hingelegt.

21.09.2015 | 8030 Aufrufe

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